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Kirmes in Düsseldorf

Rhein-Kirmes

Die Kirmes ist im Dorf. Dieses Jahr ist sie um einen Tag verlängert worden. Gestern war bereits das große Feuerwerk. Je nachdem wie der Wind steht kann man die Kirmes kilometerweit hören. Ich finde das sehr angenehm.

Die Kirmes-Beteiber leisten Unvorstellbares. Der Auf- und Abbau der Fahrgeschäfte gleicht einem Wunder. Unter Zeitdruck wird gewerkelt was das Zeug hält. Die Sicherheit jedes einzelnen Fahrgeschäftes hat Priorität. In diesem Jahr wurden die Betreiber zumindest in den ersten Tagen mit Sommerwetter belohnt. Der Besucherandrang ist bei sommerlichen Temperaturen groß.

Das Foto oben zeigt das alte Riesenrad. In diesem Jahr wurde es durch ein Neues, noch größeres ersetzt. Ich stehe eher auf Achterbahnen, Wildwasserbahnen und optische Täuschungen. Als Kind war ich vernarrt in Zuckerwatte und Geisterbahnen. Alles konnte sich nicht schnell genug in alle Richtungen drehen. Schon erstaunlich, wie sich die Zeiten ändern.

Eine Kirmes-Erfahrung wird mir wohl in ewiger Erinnerung bleiben. Stelle dir ein Art Geisterbahn vor, die du auf deinen eigenen Füßen begehst. Ich war in etwa 9 Jahre alt. Anfangs war alles noch Bestens. Figuren, Gelächter, Sirenen und Lichter brachten die nötige Spannung. Nach ein, zwei Minuten gelangte meine Besuchergruppe in einen quadratischen Raum. An den Seiten gab es Geländer. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich mich gefragt habe, wozu sie da sind. Träumend genoss ich den Spuk, der sich thematisch sehr viel mit Sirenen befasst hat. Plötlich bebte der Boden. Rauch stieg auf. In mir wuchs Angst und ich klammerte mich am nächsten Körper fest, den ich zu fassen bekam. Erdbeben!
Geschockt von den Erlebnissen taumelte ich nach draußen in die vermeitlich heile Welt. Der Kirmesbesuch nahm ein frühes Ende und ich wurde weinend im Auto nach Hause chauffiert. Guselig, findest du nicht auch?

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